Das Alte Wasserwerk

Foto: privat

Das Alte Wasserwerk, das sich im Alfred-Wiedemann-Weg (Baugebiet Silberhölle-Eggerten) befindet wird von der Stadt Bruchsal – gewollt oder ungewollt? – dem Verfall preisgegeben.

Als mögliches Baujahr gilt 1892. Allerdings könnte es sogar schon 1848 bestanden haben. Eines der wenigen, bauhistorisch wichtigen Bauwerke, die den verheerenden Luftangriff vom 1. März 1945 unbeschadet überstanden.

Zwei Dampfmaschinen förderten das Wasser und pumpten es zum Hochbehälter im Gewann Holzmann, 1919 wurde von der Stadt das Wasserreservoir für den elektrischen Betrieb eingerichtet. Zuletzt versorgte das Werk das Gebiet Weiherberg.

Im Jahr 1966 wurde das Alte Wasserwerk stillgelegt,  da ein neues Wasserwerk im Büchenauer Wald in Betrieb ging. Auf einer der ausgebauten Kreiselpumpen war 1907 als Herstellungsjahr vermerkt. Die noch existierenden Tiefbrunnen sind mittlerweile versiegelt.

Bereits im Dezember 2009 berichtete Waldemar Zimmermann auf bruchsal.org über das Alte Wasserwerk, doch die Ignoranz und das Phlegma der städtischen Beamtenschaft konnte er dadurch nicht beeinflussen.

Das Alte Wasserwerk – wie ein Industriedenkmal verfällt

In einem weiteren Artikel bei bruchsal.org:

Wir lassen in Bruchsal weiter Gebäude verfallen – Gedanken zum Alten Wasserwerk bei der Hochstraße

griff Dr. Jochen Wolf im April 2014 das Thema erneut auf. Mit der gleichen Resonanz wie einige Jahre zuvor – eben keiner. Es wurden tatsächlich Gespräche mit dem Landesdenkmalamt und den städtischen Beamten geführt, aber alle Gespräche führten ins Nichts – ergebnislos.

Daran änderte auch ein offener Brief von Dr. Jochen Wolf vom September 2014 nichts:

Das Alte Wasserwerk – die unendliche und nicht geklärte Geschichte – Offener Brief an die Stadtverwaltung und den neue gewählten Gemeinderat von Bruchsal

Mit ausschlaggebend für die Gründung des Denkmalschutzvereins war gerade auch die Ignoranz, mit der aus den Reihen der Bruchsaler Beamtenschaft mit dem Thema Denkmalschutz, hier insbesondere in Zusammenhang mit dem Alten Wasserwerk, umgegangen wird.

(RES)